Gedichte - Wort gewordene Gefühle

Auf dieser Seite habe ich einige Gedichte zusammen getragen welche ich selber verfasst habe. Auf die Idee gekommen bin ich durch einige Freunde und Bekannte die selber schreiben. Anlass zum Schreiben waren bei mir meist persönliche Erlebnisse und Stimmungen, somit handeln sie von Liebe, Freude, Angst. Für die einen ist es Küchenpoesie, für andere aber mehr... aber seht doch selbst und macht euch euer eigenes Bild.

Genuss
Alltag

Gesichter

Dämonen
Seit es dich gibt
Berührung
Warten
Entfernung
Erwachen

Mein Tag
Momente
Sanduhr
Ohnmacht
11. September 2001
Strom des Lebens
Sommer
Nähe

 


Genuss

Ein weicher Waldboden dämpft die Schritte,
Frisch gefallener Schnee knirscht unter den Füßen,
Hartes Gestein drückt sich durch die Sohlen.
Der Wechsel zwischen den Belägen ist so stetig
wie der Wechsel von Sonne, Nebel und Schnee.

Die Luft ist klar und kühl, jeder Atemzug ein Genuss,
Mit jedem Schritt entferne ich mich vom Alltag,
Mit jedem Schritt komme ich dir in Gedanken näher.

Es ist schön dich so genießen zu können,
Auch wenn du nicht bei mir bist.


Alltag

Jeden Tag sehen wir uns,
Jeden Tag die gleiche Stimme, die gleichen Gespräche,
die gleichen Küsse und Berührungen.

Jede Nacht liegen wir neben einander,
Jede Nacht die gleichen Atemzüge,
und morgens das gleiche Gesicht beim Erwachen.

So freue ich mich jeden Tag und jede Nacht auf dich
um den Alltag mit dir auf's neue zu erleben,
denn kein Tag ist wie der andere.

 

 



Gesichter

Ein Jahr hat viele Gesichter,
so wie die Jahreszeiten wechseln
löst strahlender Sonnenschein
Kälte, Sturm und Regen ab.

Auch unsere Gesichter ändern sich.
Schlechte Laune wird durch Gute vertrieben,
Traurigkeit wird durch Freude
und Antriebslosigkeit durch Energie ersetzt.
Streit hat unschöne Fratzen,
Vergebung und Versöhnungen lässt Augen strahlen.

Viele Gesichter begleiten uns durch das Jahr,
einige kommen neu dazu,
andere verschwinden
ohne jedoch ganz vergessen zu werden.

Unbeständigkeit und Wechsel
ist das einzig beständige.
Doch eine Ausnahme soll es geben:
Dein Gesicht möchte ich jeden neuen Tag
durch alle Wechsel hindurch vor mir haben.

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Dämonen

Wo mich einst Helligkeit einhüllte
ist nur noch Dunkelheit.
Das Licht entfernt sich zögernd, aber stetig.

Dämonen erscheinen in der Dunkelheit,
nehmen mir meine Hoffnung,
meine Träume,
meine Zukunft.

Werte sind wertlos geworden,
ein Strom von Tränen versucht hilflos
den Schmerz mitzureissen.

"Liebe?" fragen die Dämonen hämisch,
alles Illusion,
wertlos wenn man sie nicht leben kann.

Folge ich dem Licht
oder gehe ich in die Dunkelheit?

 

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Seit es dich gibt

Seit es dich gibt
muss ich den Begriff Gefühl neu definieren,
muss ich den Begriff Angst neu definieren,
muss ich den Begriff Liebe neu definieren.

Seit es dich gibt
sind die Farben bunter,
strahlt die Sonne heller,
fühlen die Hände intensiver.

Seit es dich gibt
ist alles anders.
Seit es dich gibt
definiere ich mein Leben neu.

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Berührung

Nackte Haut,
unendlich viele Nervenzellen
für unendlich sanfte Berührungen.

Mal heiß und glühend,
die Körper sich aneinander schmiegend,
nie mehr trennen wollend.

Dann wieder feucht und kühl,
während kleine Schweißtropfen ihre Bahnen ziehen,
einen salzigen Geschmack hinerlassend.

Sensibel gleiten die Hände,
fühlen feine Härchen,
erkennen jede Einzelheit,
machen Gänsehaut.

Die Sehnsucht wächst,
denn viel zu lange ist es her.
So warte ich liebend,
und berühre dich in Gedanken.

 

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Warten

Wenn du nicht bei mir bist
Zieht sich jede Minute in die Länge.
Eine Stunde wird zur Ewigkeit,
Das Warten zur Tortur,
Sehnsucht zur Qual.

Antriebslos sitze ich hier,
Lese immer wieder deine Briefe,
Verfolge in Gedanken
Meinen Finger auf deiner Haut,
Zähle die Sommersprossen in deinem Gesicht.
Male mir eine bunte Zukunft aus,
Freue mich auf die Aufgaben
Die das Leben für uns bereit hält
Um sie zusammen mit dir zu lösen.

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Entfernung

Ich kann dich hören,
doch du bist viele tausend Kilometer von mir entfernt,
Worte klingen durch den dünnen Draht,
so nah und vertraut,
doch sehen kann ich dich nicht.

Ich kann dich sehen,
doch du bist viele tausend Kilometer von mir entfernt,
ein Bild von dir in meinen Händen,
Hunderte in meinem Kopf,
doch spüren kann ich dich nicht.

Ich kann dich spüren,
doch du bist viele tausend Kilometer von mir entfernt,
ich fühle die Schmetterlinge in meinem Bauch,
das freudig springende Herz,
doch meine Haut verzehrt sich nach einer Berührung von dir.

Ich kann dich lieben,
über Tausende Kilometer Entfernung,
und mit jedem Herzschlag liebe ich mehr,
und so sitze ich sehnsüchtig hier,
um dich bald wieder zu hören, zu sehen, zu spüren.

 

 

 

 

 

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Erwachen

Langsam werde ich morgens wach,
Rieche dein Parfum schon bevor ich die Augen öffne,
Spüre dich neben mir obwohl wir uns nicht berühren.
Schaue dich an,
Vergesse Zeit und Raum,
Und freue mich auf die schönste und wohligste Umarmung.

 


Mein Tag

Morgens werde ich wach, schaue mich um
... und vermisse dich,
Vormittags sehe ich ständig dein Bild vor mir
... und vermisse dich,
Mittags schreibe ich dir
... und vermisse dich,
Nachmittags schwelge ich in Erinnerungen
... und vermisse dich,
Abends höre ich deine Stimme am Telefon
... und vermisse dich,
Nachts kommen die Tränen und die Angst
... denn ich vermisse dich.

 

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Momente

Ein kleiner Gruß von dir an meinem Auto,
Die Sonne strahlt vom zartblauen Himmel,
Färbt die Wolken in ein weiches Orange.

Flugzeuge ziehen weiße Streifen hinter sich her,
Gischt umspült die Schiffe im Rhein,
Der Dom schaut majestätisch über die Stadt.

Töne von Miles Davis streicheln mein Ohr,
Klavier, Oboe und Schlagzeug,
Dreiklang vereint zum Einklang der Seele.

Es sind die kleinen Dinge im Leben
die einen glücklich machen können.
Es sind die kleine Momente im Leben
die mir ein Lächeln auf die Lippen zaubern.

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Sanduhr

Dein Blick erwärmt meine Seele,
Deine Nähe erhitzt meine Haut,
Dein Geruch schärft meine Sinne,
Deine Küsse wecken mein Verlangen,
Deine Abwesenheit meine Sehnsucht.

Versuche die Zeit anzuhalten,
Kleinste Momente einzufangen,
Jede Minute zu genießen.

Doch wie Sand verrinnt alles in meinen Händen.
Was bleiben wird ist dein Geruch, dein Bild, der Gedanke an dich...
... und eine Mischung aus Hoffnung und Angst.

 

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Ohnmacht

Gedanken kreisen,
Worte flimmern in grotesken Folgen über den Bildschirm,
keine Ordnung, kein Anfang, kein Ende.

Eine Sackgasse ohne Wendemöglichkeit,
nicht möglich das Geschehene ungeschehen zu machen,
nicht für dich, nicht für mich.

Versuche den Blick nach vorne zu richten,
doch wo ist vorne?
Welches ist der richtige Weg?
Ratlosigkeit, ein flaues Gefühl im Magen und Ohnmacht
sind meine momentanen Antworten.

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11. September 2001

Türme stürzen ein,
die Spitze sticht ins Herz,
schwere Trümmer liegen im Magen,
Qualm benebelt die Gedanken,
Rauch umhüllt die Seele.

Was bleibt ist Trauer, Ratlosigkeit, Unverständnis...

 

Skyline von NewYork vor dem 11.9.2001

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Strom des Lebens

Das Leben verrinnt in meinen Händen,
die Zeit rast an mir vorbei,
zu viele Dinge gibt es zu tun,
und noch viel mehr zu erleben.

Aber reicht das was ich erlebe?
Verpasse ich nicht zu viel?
Vergeude ich zu viel Zeit mit Unwichtigem?
Eine Hatz nach Erlebnissen?

Die Welt dreht sich immer schneller,
und sie wird immer kleiner,
alles ist erreichbar,
alles ist machbar.

Alles???

Ich beteilige mich nicht,
genieße das was ich erlebe,
erfreue mich an Kleinigkeiten,
überlege nicht was ich verpassen könnte.

Lasse mich einfach im Strom des Lebens treiben...

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Sommer

Seichter Wind auf seichter Haut,
Ein verschwommener Blick, der durch die Gräser schaut,
Zwei Körper die sich heiß begehren,
Wie kann man sich dagegen wehren?

Im heissen Kuss die feuchten Zungen,
Die Körper, schwitzig, eng umschlungen,
Weich sind sie, wohl riechend und nackt,
Bewegen sich im Liebestakt.

Das Keuchen, Stöhnen, leis und geheim,
Denn unentdeckt, das wollen sie sein,
Wenn sie nach Ekstase zusammen dann liegen,
In den blauen Himmel schauen... zufrieden.

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Nähe

Wenn du abends in meinem Arm liegst
und langsam zufrieden ins Reich der Träume gleitest
bist du mir näher und vertrauter
als mein eigener Herzschlag es je wahr.


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